Karriereentscheidung – Risiko oder Konsequenz?

Letztens sprach ich mit einem erfolgreichen Manager über das Thema strategische Karriereplanung bei Young Professionals. Dabei stellte er folgende Frage in den Raum: Was war Dein letzter riskanter Karriereschritt? Diese Frage habe ich mir so bisher nicht gestellt, entgegnete jedoch spontan: Es gibt kein Risiko. Und je länger ich darüber nachdenke, je mehr ich mich mit anderen dazu austausche, desto mehr bin ich davon überzeugt. Es gibt bei bewussten Karriereentscheidungen kein Risiko. Es gibt Konsequenzen. Konsequenzen, über die ich mir vorher Gedanken machen kann. Konsequenzen, die ich einkalkulieren kann. Konsequenzen, für die ich mich entscheiden kann.

Ist zum Beispiel der Job in einem Startup das Richtige, wenn Du darüber nachdenkst, kurzfristig eine Familie zu gründen? Wie wirkt es sich auf Dein Leben aus, wenn Du mit einer Promotion startest? Mit einer Selbstständigkeit, einer Führungsposition oder einfach da bleibest, wo Du bist? All diese Entscheidungen haben Konsequenzen. Auch wenn Du dich dafür entscheidest, nichts zu verändern. Doch bergen diese Entscheidungen ein Risiko?

Sehen wir ein Karriererisiko als Wagnis, geht es um die möglichen negativen Auswirkungen, die mir der Karriereentscheidung zusammenhängen. Das Risiko, am Ende des Monats nichts mehr zu Essen zu haben oder die Miete nicht zahlen zu können, besteht in unserem Sozialstaat nicht.

Bleibt da noch das Thema „Motive“. Motive sind wie Wegweiser für uns. Sie drücken aus, was uns wichtig ist. Ist mir „Sicherheit“ wichtig, möchte ich alle Variablen kontrollieren, die ich kontrollieren kann. Stelle ich „Sicherheit“ über alles, wird das ein sehr anstrengendes Unterfangen und jede Entscheidung wird zu einer riskanten Entscheidung. Doch schon eine Prise „Offenheit“ macht aus jeder Karriereentscheidung eine Chance. Eine Chance zu lernen, eine Chance zu wachsen. Und das konsequent!

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